Neue Schwachstellen in teilautonomen und autonomen Fahrzeuge

(Quelle: Basler Zeitung, Adrian Lobe)

Spaghetti-Code unter der Haube

… Immer mehr Fahrfunktionen und Steuergeräte werden automatisiert. Wir delegieren damit einen Teil der Fahrzeugkontrolle an die ‚Maschine‘.

Das Problem ist, dass der Verkehr immer datengetriebener wird. Billionen von Datenpunkten laufen in den Verkehrszentralen zusammen: Ampelschaltung, Staumeldungen, Unfälle. Die Sensoren vermessen jeden Grashalm an der Leitplanke.

Fahrzeuge werden immer computerisierter. Robotertaxis beispielsweise werden mit KI-Computern angetrieben, Hochleistungsprozessoren, die bis zu 320 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde durchführen. Selbst in einem «normalen» Auto stecken durchschnittlich 100 Millionen Zeilen Programmcode.
Zum Vergleich: Das Weltraumteleskop Hubble kommt mit etwa 50’000 Zeilen Code aus.
Das erhöht zum einen den Anreiz, eine Betrugssoftware in das Auto einzuprogrammieren – siehe Diesel-Skandal bei VW. Zum anderen erhöht es die Komplexität der Fahrzeuge. Software-Probleme machten 2015 laut einer Analyse der Beratungsagentur Stout Risius Ross 15 Prozent der Rückrufe in den USA aus.

Im vergangenen Jahr rief Toyota weltweit über eine halbe Million Fahrzeuge wegen fehlerhafter Software zurück in die Werkstätten. Der Quellcode für verschiedene Steuergeräte wie das elektronische Gaspedal-Kontrollsystem war so verworren, dass selbst Spezialisten den Überblick verloren. Experten spotteten über den «Spaghetti-Code». Die Programmiervorschriften waren voller Bugs. …

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